Die CDU will sich als moderne Volkspartei in Thüringen aufstellen. Ziel ist, bei der nächsten Landtagswahl wieder mehr als 40 Prozent der Stimmen zu erhalten. Auf ihrer Klausur zur Analyse des Wahljahres am Samstag in Erfurt fassten sie dafür Beschlüsse.
Die Thüringer CDU will sich selbst reformieren: Landesvorsitzende Christine Lieberknecht, Bernhard Vogel und Dieter Althaus diskutieren mit Parteimitgliedern.
Erfurt. Nach achtstündiger Diskussion fassten die 70 Teilnehmer zwei Beschlüsse: Regionalbeauftragte sollen die Kreisverbände bei den Diskussionen über den Reformprozess unterstützen. Zudem wird die Struktur der Partei hinterfragt, da durch die Einbußen bei der Wahl weniger Geld für regionale Geschäftsstellen bereitstehen. Um Ostthüringen kümmert sich
Mario Voigt
Mario Voigt
, Abgeordneter aus dem Saale-Holzland-Kreis. Im nächsten Frühjahr solle es Regionalkonferenzen geben, die Mitte des Jahres in einem Reformparteitag münden. »Wir müssen die Mitglieder stärker einbeziehen, um die Strömungen im Land besser aufzunehmen«, sagt Voigt. Wer näher an den Themen der Leute sei, könne die eigenen Themen besser an die Wähler bringen. Die Analyse der Landtagswahl zeige, dass die CDU bei den 40- bis 60-Jährigen deutlich verloren habe. Bei diesen »Leistungsträgern des Alltags« wolle die Partei mit Themen wie Jobsicherheit oder Schule punkten. »In den Städten wollen wir nicht länger im 20-Prozent- Turm eingemauert sein.«